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Mai '07

PER -ASPERA und Hand-in-Hand e.V. – Aufruf zur Demo und Kundgebung in Speyer

Die Menschenrechtsorganisation PER ASPERA und der gemeinnützige Verein Hand-in-Hand e.V. geben bekannt:

Aus Anlass des Todes von André Kirsch, der in Speyer verhungerte, weil ihm die ihm zustehenden Leistungen nach Harz IV verweigert wurden und er nicht die Möglichkeiten und die Widerstandskraft hatte, gegen diese Versagung anzugehen, geben die beiden obengenannten, seit 1968, bzw.2002 bestehenden Organisationen bekannt:

1. wir werden mit sofortiger Wirkung unweit des Hauses, des durch Gleichgültigkeit, Wegsehen und Desinteresse verhungerten 20 jährigen jungen Mannes ein Mahnmal errichten und unterhalten.(Landauer Str.1)

2. ferner soll dort eine PIN-Wand zur Meinungsabgabe und für Zeitungsartikel bereitstehen, ebenso eine Platz für Blumensträuße und Kerzen.

3. wir werden einen 10 Stunden täglich besetzten Stand zur Information über den Tod von André in der Maximilianstr. an der alten Münz unterhalten, und zwar am 25., 26., und 27. April.

4. wir werden den Stand der Dinge in mehreren Städten plazieren und Protestversammlungen und Gedenkfeiern am Grab des Toten und in der GfA Ludwigshafen durchführen

5. wir werden am 1. Mai Herrn Ministerpräsidenten Kurt Beck bei der Gewerkschaftsfeier in Wörth persönlich mit den Ereignissen noch einmal konfrontieren und Schriftstücke übergeben, die dem Vergessen entgegenwirken sollen.

6. am 3.5.ab 13 Uhr 30 werden wir eine Demonstration in Speyer veranstalten. Ein Sarg soll getragen (und später dem Mahnmal hinzugefügt) werden, mit der Aufschrift: DER SOZIALSTAAT IST TOT.
Seitenbeschriftung: Zitat Müntefering: “wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen”

7. am 4.5. soll das Mahnmal verändert werden, mit Bildern vom Grab, einem Aufruf nicht zu vergessen und Zeichen einer Totenfeier, die ein Versprechen in die Zukunft gerichtet ist: WIR WERDEN NICHT VERGESSEN.

8. In den Sommerferien ist daran gedacht, vorausgesetzt, “Metersponsoren” werden gefunden, einen Marsch auf die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg zu organisieren. Zu Fuß und auch mit Frauen mit Kinderwagen, Rollstuhlfahrern etc. rechnen wir mit 14 Tagesetappen á 20 KM.

9. Eine Terminierung wird festgesetzt, wenn die gesamten 285 KM = 285000 Meter der Strecke von Sponsoren gesponsert wurden. Der Reinerlös (beide Organisationen arbeiten non profit) fließt dem Sonderfond “Härtefälle Harz IV – ALG II” zu. Unkosten wie Etappenfahrzeuge, ärztlicher Dienst, Getränke und Verpflegung, Reisezuschuss wird aus den Sponsorengeldern bestritten.

10. Der Marsch soll “ANDRÉ KIRSCH GEDÄCHTNISMARSCH ” heißen und bis zu einer Veränderung von Harz IV alle zwei Jahre durchgeführt werden.

Wir bitten um guten Besuch unserer Diskussions- und Infostände und eine rege Teilnahme an der Demonstration am 03.05.2007.

Unsere Diskussiongruppen und ehrenamtlichen Tätigkeitsfelder stehen Ihnen weit offen, eben so die Mitgliedschaft in Hand-in-Hand e.V. und die Mitarbeit für qualifizierte in PER ASPERA.

Mit freundlichen Grüßen
und der Ermahnung – auch an uns selbst -
genauer hinzuschauen

Ihr

Michael Heise
Leiter der Organisation vor Ort

Dieser Eintrag wurde verfasst am Mittwoch, 2. Mai 2007 um 20:36 und in der Kategorie Allgemeines und Sonstiges abgelegt. Antworten auf diesen Beitrag kannst du mit dem RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst außerdem einen Kommentar abgeben oder einen Trackback von deinem Blog senden.

2 Kommentare »

2 Kommentare zu “PER -ASPERA und Hand-in-Hand e.V. – Aufruf zur Demo und Kundgebung in Speyer”

  1. Barthold Olbers meint:

    Ich hätte gern Kontakt mit der Gruppe “Per Aspera”.
    Ich bin der Vorsitzende des Vereins “Menschenrechtsbund e.V.”,
    http://www.menschenrechtsbund.de
    Tel. (040) 65 39 00 63.

    Leider habe ich keine Telefonnummer von Michael Heise oder Dirk Grund gefunden.

    Gruß, Barthold Olbers in Hamburg

  2. Monika Riemer meint:

    Hallo Herr Olbers

    Die Mailadresse ist perasperasd@aol.com

    haben Sie inzwischen Kontakt zu Per Aspera bzw. Herrn Heise bekommen? Ich kenne Herrn Heise persönlich sehr gut und ich glaube, es wird ihn sehr freuen, wenn er Kontakt zu anderen Menschenrechtsorganisationen bekommen könnte.

    Ich würde mich freuen, bald wieder von Ihnen zu hören.

    Herzliche Grüße
    Monika Riemer

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