Archiv für den Monat: April 2012

Schilda in Edigheim

Auf meinem täglichen Weg zur Arbeit von Edigheim nach Mannheim überquere ich am Ostring die Bahnstrecke zur BASF. Diese Woche hat die Stadtverwaltung einen neuen Schilderwald errichtet. Zuerst taucht ein Schild auf in 30 Meter Radfahren verboten; und unmittelbar vor der Bahnkreuzung sind zwei Schilder angebracht: Radfahren verboten, für Fußgänger verboten. Auf das Verbundpflaster hat die Stadt noch unmissverständlich aufgemalt, dass Radeln hier in Richtung Edigheim möglich ist.

Das heißt der Radler ist gezwungen, auf die Straße zu fahren, aber anschließend wieder auf den Radweg zurückzukehren; schließlich verläuft parallel zur Straße ein Radweg, und der muss benutzt werden. Besonders schwierig ist die Sitaution für alle Radler, die aus Richtung Pfingstweide durch die Unterführung radeln und nach  Überquerung des Bahnübergangs auf dem südlichen Unterführung  der Unterführung weiterradeln möchten. Diese Radler sind gezwungen, erst auf die Straße zu fahren und die nach der Überquerung des Bahnübergangs wieder zu verlassen.

Der Hintergrund dieses Schildbürgerstreiches ist klar. Die Stadt will auf dem Radweg keine zusätzliche Schranke errichten. Da man sich leicht vorstellen kann, dass die allermeisten Radler trotzdem weiterfahren, müssten hier jede Menge Bussgeldentscheide fällig werden. Hoffentlich passiert denjenigen Radlern nichts, die den Umweg auf die Straße tatsächlich nehmen, um das Querungsverbot an dieser Stelle zu beachten.

Das heißt eine potenzielle Unfallgefahr wird durch eine andere ersetzt. Die Stadt ist aus ihrer Verantwortung fein aus und wälzt jegliches Risiko auf die Verkehrsteilnehmer ab. Tatsache ist, dass die Verwaltung aus dem tödlichen Schüleranfall im Zinkig nichts gelernt hat, sondern wieder einmal eine billige Lösung bevorzugt, bis es wieder kracht!!!

Bitte errichten Sie an dieser Stelle eine Schranke und stempeln die hier täglich vorbeifahrenden Radler nicht zu potenziellen Bussgeldsündern ab!