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Mo
24
Sep '07

Offener Brief an Franz Müntefering zur Kinderarmut in Deutschl.

Franz Müntefering, SPD MdB
Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin Ludwigshafen den 21.09.07

Offener Brief an Arbeitsminister Franz Müntefering

Sehr geehrter Herr Müntefering,

Ihre öffentliche Überlegung, 10,- Euro pro Kind, welches in einer Hartz-IV
Bedarfsgemeinschaft lebt anzuheben, oder Überlegungen, Sachleistungen
zu gewähren, anstatt Anhebung des Regelsatzes, entspricht einer Ohrfeige
für die betroffenen Eltern!

Einzig sozialleistungsbeziehende Eltern, sind gezwungen, mit dem Kindergeld und
einer kleinen Regelleistung von 54,-Euro für Kinder bis zum 13. Lebensjahr,
112,- Euro ab dem 14.Lebensj. ihre Kinder zu ernähren.

Der Grund: Kindergeld wird als Einkommen vom Regelsatz des Kindes
abgezogen!

In keiner anderen Gesellschaftsgruppe, wird das Kindergeld als Einkommen angerechnet.

Dies wird einzig bei Sozialleistungsempfängern praktiziert!
Genau dies führt zur Kinderarmut!

Ihre neue Forderung von Sachleistungen lenkt von den tatsächlichen Gründen ab
und stellt eine Entmündigung von immer mehr betroffenen Eltern und somit einer großen Gesellschaftsschicht dar.

Wir fordern daher, dass das Kindergeld, wie allen anderen Einkommensschichten gleichberechtigt, als Freibetrag zur Verfügung zu stellen und nicht als Einkommen anzurechnen.
Somit wäre der Kinderarmut per Gesetz entgegengetreten .

Ebenso sehen wir dies, mit dem Grundgesetz (Artikel 3)der Gleichstellung, nicht vereinbar und ist somit dringend zu revidieren.

Wir bitten um Stellungnahme
In interessierter Erwartung
Brigitte Hirsch
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Dieser Eintrag wurde verfasst am Montag, 24. September 2007 um 09:14 und in der Kategorie Allgemeines und Sonstiges, Politik, Wirtschaft und Arbeit abgelegt. Antworten auf diesen Beitrag kannst du mit dem RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst außerdem einen Kommentar abgeben oder einen Trackback von deinem Blog senden.

2 Kommentare »

2 Kommentare zu “Offener Brief an Franz Müntefering zur Kinderarmut in Deutschl.”

  1. Ivonne meint:

    Immerhin müssen Eltern die von ALG 2 leben, vom Regelsatz für Schulartikel (zb. Hefte, Bücher) jeden Monat etwas abzweigen. Es fehlt doch hinten und vorne. Hoffentlich wird das Kindergeld bald nicht mehr als einkommen mit angerechnet!!!!!!!!

  2. Lemix meint:

    Kinderarmut

    Im reichen Deutschland leben über 3 Millionen Kinder in Armut, davon müssen über eine Millionen mit Sozialhilfe auskommen. Armut kann einem Kind seine komplette Zukunft verbauen.
    Statistiken beweisen bspw., dass die Bildungschancen sinken. Der Antei…

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