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Mai '07

Jammern nützt nichts – Kommentar von Peter Nowak

Seit langem beobachtet Peter die Szene der Unzufriedenen, der Ausgegrenzten, die Lage der Arbeitslosen, der durch Hartz IV-Gebeutelten.Seit drei Jahren machen Petra Karl und Peter Nowak die Sendung “Tacheles-im Namen des Volkes?!”. Weisen auf die politischen Ursachen hin. Oftmals als “Meckerer” verschrien, die Meuterer, die Querulanten, die notorisch gegen den Strom schwimmen, gegen “there is no alternative!” Kurz, Sie waren und sind es immer noch, das “Gewissen der Abzocker und Profiteure einer ungerechten Sache!” Unbequeme Krawallmacher, die sich vorgenommen haben, gegen gehirnwaschende Meinungsmache der Lobbyisten vorzugehen, mit allen Konsequenzen, mal investigativ, mal laut und schrill.
Schön, daß sich mittlerweile unseren Thesen Leute angeschlossen haben, die sich bis dato auf den Couchen ihrer Wohnzimmer eingeigelt haben, die Chipstüte stets griffbereit. Diverse Podeste internen Protestes sind entstanden, IT-Foren mit Meckerecken, in denen die Erlebnisse ausführlich geschildert werden, die man mit jenen verhassten Argen und GfA´s auf die eine und andere Weise gemacht hat. “Hilf mir hier und hilf mir dort!” – “Hau den Fallmanager hier und hau den Fallmanager dort!…damit ich bald wieder auf meine Kuschelecke im Wohnzimmer kann!” – Wie schön!!

“Mir wollen sie die Wohnung nicht mehr bezahlen”…wie schrecklich! – “Ich bin chronisch krank, und kann nicht mehr aufs Klo… und die wollen mir kein Geld geben”… aber nein, wie unchristlich! Wo es doch in der Bibel steht: “Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst!” Hat doch jeder ein Recht auf eine geregelte Verdauung!

Es gibt Leute, die schei.. auf Bibelsprüche, schon gewußt?

Ich hätte da einen anderen zur Auswahl: “Hilf dir selbst, dann hilft dir Gott!”… schon mal was davon gehört?
“Baby sucht Arbeit” – klingt sensationell! -

“Familie fliegt aus der Wohnung und steht demnächst auf der Strasse” – löst ein Feuerwerk der Entrüstung aus!

Nur: Wo bleiben die Konsequenzen?

Adressiert an alle, die meinen, meckern, jammern und wehklagen könne auch nur einen verklemmten Furz in die richtige Richtung schiessen:
Um etwas zu bewegen reicht jammern nicht aus! Um etwas zu bewegen braucht´s eine Strategie, die Petra Karl und ich längst entwickelt haben! Aber, und jetzt merke auf und höre: Ohne Moos nix los! Ergebnis unserer “Recherche” sozusagen!

Investigativer Journalismus. Vielen gilt investigativer Journalismus als regelrechte Hexerei. Vielleicht auch deshalb, weil es so wenig davon gibt in Deutschland.

Es gibt nicht viele, die es machen. Und die wenigen, die es machen, ecken sehr schnell an. So wie Petra Karl. Ja, auch bei denen, denen man eigentlich damit helfen will! Zum Beispiel, den Ausgegrenzten, den Hartz IV-Empfängern, den Rentnern, den Alten, die im versauten staatlichen Pflegesystem verrotten usw. usw., alles Opfer einer miserabel gemachten Wirtschafts- und Finanzpolitik zu Gunsten der “Reichen und Schönen”!
Investigativer Journalismus ist schlichtes Handwerk, indem man versucht, Informanten zu finden, über Informanten weiter zu kommen, sich Unterlagen zu beschaffen, einen Überblick zu bekommen. Wichtig ist halt beim investigativen Journalismus, dass man gesellschaftlich wichtige Tatbestände öffentlich macht.
Wir versuchen das. Schwierig genug, weil uns in vielen Fällen das Geld zum effektiven Arbeiten fehlt.

Ökonomische Gründe. Investigativer Journalismus ist teuer. Man reist viel. Man hat auch viele Fehlversuche. Aus Erfahrung weiß ich, man ist oft wochenlang an einer Geschichte, bei der am Ende nichts heraus kommt. Petra Karl und ich sind keine “Content-Provider”, die die Leser und Zuschauer veranlassen wollen, ihre Taschentücher zu ziehen, und das war´s denn auch.
Für uns ist es wichtiger hart zu recherchieren, als den “Leitartikel” zu blasen! Wir wollen verhindern, daß die Nachricht von heute, morgen dieselben Leute so viel oder so wenig interessiert, wie der sprichwörtliche Sack Reis, der in China umfällt!

Wir verzichten auf die Taschentücher und die Entrüstung der Hartz IV-Empfänger, die der Ausgegrenzten, sozial Benachteiligten, chronisch Kranken, Minirenten-Empfänger. Wir wollen ein Zeichen des guten Willens! Wir verzichten auf mildtätige Organisationen, wie “Offenes Ohr”, “Caritas”, Kirchen der frommen Bibelsprüche, die mehr oder weniger “Nächstenliebe” vorgaukeln!
Wir verzichten auf “Tafeln” und sonstige Placebos für Menschen, denen man alles genommen hat bis zu Ihrer Würde, die daran buchstäblich verhungert sind!Und die Alibiveranstaltungen gewissenloser Politiker und Charities der Reichen, die mit solchen Events ihr schmutziges Gewissen beruhigen wollen!

Dies ist die eine Seite. Die andere Seite ist die der Politik, die wir verändern wollen!
Der Vorsitzende des Deutschen Journalistenverbands Michael Konken hat in den vergangenen Tagen gesagt, dass die Politik den Journalismus zunehmend als Bedrohung wahrnehme. Da ist was dran! Petra Karl und ich haben dies in allen Variationen schon erlebt! Life, gewissermaßen! Wenn Sie Genaueres wissen wollen, dann stehen Ihnen Petra Karl und ich gerne mit Rede und Antwort zur Verfügung!

Sicherheitsbehörden versuchen immer öfter, Lecks und Nadelstiche in die Reihen “Aufmüpfiger” zu verpassen. Es gelingt ihnen aber nicht so recht. Deshalb machen sie Fehler. Und diese Fehler werden wir ausbaldowern! Das ist investigativer Journalismus. Nix Jammern!

Zu den Begehrlichkeiten des Staates gehört der Plan von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble. Der möchte nämlich, dass Online-Durchsuchungen von Computern im Verdachtsfall möglich sein sollen, und da sollen auch Journalisten nicht ausgenommen werden. Gefahr besteht auch bei Telefonverbindungsdaten. Immer wieder beschaffen sich Behörden Telefonverbindungsdaten, um zu gucken wer mit wem kommuniziert hat. Brandgefährlich.Informanten sind ohnehin scheu wie ein Reh und wir haben schon in der Vergangenheit das Problem, dass viele Leute am Telefon einfach nicht mehr reden wollen, dass sie sagen wir müssen uns sehen, müssen uns treffen, ich rede am Telefon nicht mehr, weil ich nicht mehr sicher sein kann, ob sich irgendjemand die Daten beschafft. Terrorismus hin oder her: Investigativen Journalismus, der dazu geeignet ist, die Machenschaften der Politik öffentlich zu machen gilt es unter allen Umstäden zu unterbinden, so die einhellige Strategie der staatlichen Meinungsmache. Gegenöffentlichkeit ist zur sorgfältig gepflegten [i]Mainstream-Meinung im Keim zu ersticken!

Gegenöffentlichkeit kostet Geld. Reisen in alle Winkel Deutschlands, Kameraausrüstung und die komplette Technik, Informationsmaterial, das es zu beschaffen gilt, Podiumsgespräche für das Sendeformat “Tacheles-im Namen des Volkes?!” zu arrangieren, Termine machen usw. usw…das volle Programm der Kosten und Notwendigkeiten.

Das parallele Frage- und Ausrufungszeichen stehen für den Willen zur Veränderung des derzeitigen Status Quo!

In diversen IT-Foren zu meckern und die Tatbestände zu beklagen, zu bejammern, dazu fehlt uns im Grunde die Zeit. Ja sicherlich, Petra hilft in dringenden Fällen wo sie kann und ist auch erfolgreich.

Aber wir wollen keine Handlanger der Poltik in Sachen “Hilfe in Notlagen”, so eine Art Kummerkasten für Abgestürzte sein, die dem Staat seine originäre Verpflichtung sozialstaatlichen Handelns abnehmen!

Das wollen und werden wir auch in Zukunft nicht sein! Wir wollen etwas politisch verändern und das, liebe Leserin und Leser, kostet viel Geld!

Wenn Sie wollen, daß sich auch nur ein Iota in Ihrem beschissenen Dasein als Hartz-Empfänger, als “Unterschichtler”, als “Prekaristen” usw. etwas ändert – verursacht durch eine verfehlte Wirtschafts- und Finanzpolitik – dann wenden Sie sich an Petra Karl. Sie hat Vorschläge effektiven Handelns.

Aber auch ohne Euch, die ihr meint, wir seien nicht dazu in der Lage, oder man könne eh nichts ändern, werden wir das Gegenteil beweisen!

Denn sie weiß: Jammern nützt nichts! Und auf die ewigen Jammerer können wir verzichten! Peter Christian Nowak
Redaktion: !Tacheles – Im Namen des Volkes?!
OK-Ludwigshafen Fernsehen. Jeden Samstag 17.00h.
Auch zu sehen unter http://www.tacheles-im-namen-des-volkes.de

Tel. 0176 520 800 50

Dieser Eintrag wurde verfasst am Mittwoch, 30. Mai 2007 um 10:13 und in der Kategorie Allgemeines und Sonstiges abgelegt. Antworten auf diesen Beitrag kannst du mit dem RSS 2.0 Feed verfolgen. Du kannst außerdem einen Kommentar abgeben oder einen Trackback von deinem Blog senden.

1 Kommentar »

Ein Kommentar zu “Jammern nützt nichts – Kommentar von Peter Nowak”

  1. Anselm Redlich meint:

    Dafür ist doch eigentlich das ALG2 da, so als “Grundeinkommen”, dass der investigative Journalist per Wochenendticket und per Autostop, durch die Lande reisen kann und dabei nicht, allenortes erst die Suppenkücheninfrastruktur erkunden muß, für’s eigene Überleben.
    So ist es eben, wir sind alle* ein Bischen schuld, an diesem Zustand! wir könnten – rein zufällig – uns auf Gemeinsamkeiten einigen und dem Etablisment paroli bieten, daß die sich warm anziehn müssen!!!
    *also, insbesondere Solche von uns, die vor 1988 geboren sind!
    Aber weshalb nicht Grundeinkommen?
    Jedem das gleiche Geld!
    keine Miete, denn sonst hat der Vermieter ein höheres Einkommen. …
    Weil es weder im Sozialismus, noch sonstwo klappte.
    Aber wieso nicht, ein Basis-Einkommen: freiwillig für “Arbeitsscheue”, und Mindereinkommler Arbeitgeberbrutto €2’500,-mzl. bleiben: ~€1’200,-für Freiberufler und Selbstständige oder: ~€1’300,-für Angestellte und Arbeitnehmer; aber auch für’s Nichtstun! also, €1300 Minus Whg,Energie,Com,Mobility,GEZ! Rest: €700 geteilt durch 30Tage = ~€20,-/Tag; dass wäre ein Anfang! aber die Grundeinkommler-Scene um den anthro-drogerie-fuzzy herum, will sich nicht festlegen lassen – oder warum schreiben die nicht: wir wollen mindestens eine Verdopplung der “Menschwertschätzung in €2500 als Gesammtbrutto-Einkommen” als zZ durch “ALG2 inkl der Schikanen”! Oder?
    Nun gut, viel Spaß dort unten am Rhein!

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